Frischer Antrieb für Würzburg

Die WVV investiert in die Zukunft und realisierte einen weiteren Meilenstein für nachhaltige E-Mobilität: Seit dem 13. Juli 2020 rollen die ersten beiden Elektrobusse auf Würzburgs Straßen. Im Rahmen eines Pilotprojektes wird getestet, wie alltagstauglich Elektrobusse für die Würzburger Topografie und die hiesigen Einsatzbedingungen sind.

Mit an Bord auf der Auftaktfahrt der ersten E-Busse in Würzburg: (v.l.n.r) WSB-Aufsichtsrat Udo Feldinger, Klimabürgermeister Martin Heilig, WSB-Aufsichtsrat Kurt Schubert, WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer und Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Foto: WVV

Verläuft der Test erfolgreich, soll die Busflotte kontinuierlich mit weiteren E-Bussen ausgestattet werden. Die beiden E-Busse sind im Würzburger Busliniennetz eingesetzt, vorwiegend auf den Linien 6 und 16 sowie im Nachtbusverkehr.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des EU-weiten zweistufigen Ausschreibungswettbewerbes wurden die beiden Elektrobusse im Juli 2019 bei Solaris bestellt. Mit den Bussen lieferte Solaris auch die komplette Ladeinfrastruktur – bestehend aus jeweils zwei Schnellladestationen für das Aufladen im Busdepot sowie einer Schnellladestation für die Werkstatt.  Die Kosten für das Gesamtpaket belaufen sich auf insgesamt 1,2 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bezuschusst die im Vergleich zum Dieselbus anfallenden Mehrkosten zu 40 Prozent.

„Mit den neuen E-Bussen bricht in Würzburg ein neues Zeitalter der Mobilität an“.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Vorstellung mit Blick
auf die aktuelle Debatte um Schadstoffemissionen und Luftreinhaltepläne

Das E-Bus-Design hebt im Rahmen der neuen WVV-Nachhaltigkeitskampagne die positiven und erlebbaren Umwelteigenschaften der Busse hervor, die künftig mit 100 Prozent Ökostrom weitgehend geräuschlos und lokal emissionsfrei durch Würzburg fahren.

„Neben der Straßenbahn ist die Elektrifizierung des Busverkehrs ein bedeutender Meilenstein für mehr Lebensqualität in unserer Stadt. Wir freuen uns, mit dem Einsatz der beiden E-Busse einen nicht unerheblichen Beitrag zur Reduzierung der CO2- Werte und zur Verbesserung der Klimawerte in Würzburg zu leisten.“

WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer

Als kommunales Versorgungsunternehmen haben wir eine besondere Verantwortung für die Menschen in Würzburg und in der Region. Die E-Busse sehen wir als wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Wir wünschen uns, dass die Projektphase erfolgreich verläuft. Dann können wir die Anschaffung weiterer Elektrobusse für Würzburg ins Auge fassen.  Bis 2024 sollen rund 18 Fahrzeuge vollelektrisch unterwegs sein, was 20 Prozent unseres Fuhrparks entspricht – natürlich vorausgesetzt, dass die beiden neuen E-Busse die Testphase erfolgreich meistern.“, so der WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer weiter.

Die Reichweite der Fahrzeuge beträgt jeweils ca. 200 Kilometer. Der Energieverbrauch ist dabei abhängig von der Geschwindigkeit, von der Art der Fahrtstrecke und vom Verbrauch der Nebenaggregate wie beispielsweise der Klimaanlage. Zum Vergleich: Ein Dieselbus schafft rund 400 Kilometer pro Tankfüllung. Geladen werden die Elektrobusse über Nacht im Betriebshof der NVG Omnibus-Betriebsgesellschaft am Heuchelhof. Nach den ersten Wochen im Einsatz zeigen sich die Verbrauchswerte konstant bei durchschnittlich 1,05 bis 1,2 Kilowattstunden pro Kilometer, selbst an heißen Tagen lagen sie nur geringfügig höher. Das heißt, wie erwartet kommen die Busse pro Ladung knapp 200 Kilometer weit.

Von der Elektromobilität profitieren nicht nur unsere Fahrgäste, sondern auch sämtliche Verkehrsteilnehmer und Anwohner im WVV-Liniennetz. Denn leises Fahren sorgt für Ruhe auf den Straßen und in Wohngebieten. Wir setzen auf 100 Prozent CO2-freien WVV-Ökostrom, anstatt wertvolle Ressourcen aufzubrauchen. Und mit null Prozent Abgas-Emissionen bleibt unsere Luft dauerhaft sauber. Dadurch verbessert sich die Lebensqualität für uns alle, auf kurze ebenso wie auf lange Sicht. So reduzieren wir den Schadstoffausstoß auf ein Minimum: Ein einzelner WVV-Elektrobus spart im Vergleich zu einem üblichen Dieselbus 0,46 Tonnen NOx und 57,20 Tonnen CO2 pro Jahr. 50 Tonnen entsprechen einer Jahres-CO2-Emission von 22 Einfamilienhäusern (Basis: Haus mit Erdgas).

Einer der neuen E-Busse an der Ladesäule , Foto: WVV

Schritt für Schritt in die mobile Zukunft

Die beiden WVV-Elektrobusse sind erst der Anfang, und wir arbeiten stetig daran, eine nachhaltige Mobilität für die Stadt Würzburg weiter auszubauen. Nach einer erfolgreichen Testphase auf den Linien 6 und 16 stehen für die nächsten Jahre noch zahlreiche Neuerungen an. Die nachhaltige Verkehrsplanung der WVV sieht für 2021 die Anschaffung von drei Elektro-Midibussen vor, z. B. als Quartierbusse oder für die Kulturlinie. Im Jahr 2022 ist der Kauf eines weiteren Elektro-Solobusses geplant, gefolgt von einem Elektro-Gelenkbus und drei ElektroSolobussen im Jahr darauf. 2024 schließlich sollen drei weitere Elektro-Gelenkbusse und drei Elektro-Solobusse die Flotte verstärken. Somit werden bis 2024 insgesamt 18 vollelektrische Fahrzeuge in Würzburg im Einsatz sein, das entspricht rund 20 Prozent des Fuhrparks. Damit verwirklichen wir die Zukunftschancen der Elektromobilität im Alltag – direkt hier vor Ort.

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Technische Daten und Fakten

  • Reichweite: bis zu 200 km,  abhängig von Fahrer, Klima und Topografie
  • Einsatzzeit: bis zu 24 Stunden
  • Antriebsleistung: 2 x 125 kW
  • NMC-Akku (Lithium-Ionen-Akkumulator) mit Schnelllade-Funktion und hoher
     Lebensdauer, Batteriekapazität 240 kWh
  • Rekuperation (Rückgewinnung von Energie beim Bremsen)
  • 100 % WVV-Ökostrom für eine CO2-Ersparnis von über 50 Tonnen pro Jahr
  • Platzangebot: 31 Sitzplätze und 38 Stehplätze
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 19 Tonnen

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