Werbung auf vollen Touren … oder: Was es mit den „Kleidern“ unserer Strabas auf sich hat

Unsere Würzburger Strabas sind nicht nur rollende Botschafter für klimafreundliche Mobilität – sie transportieren auch jede Menge kreative Werbebotschaften auf ihren Außenhüllen durch die Stadt. 

Stolze 127.750 Kilometer fährt jede Straba der WVV pro Jahr durch Würzburg – vorbei an unzähligen Passantinnen und Passanten beim Einkaufen, beim Bummeln oder auf dem Weg zur Arbeit; an Autofahrerinnen und -fahrern, die vor Ampeln warten sowie an Radlerinnen und Radlern. Und das Besondere: Sogar direkt durch die Würzburger Innenstadt mit ihren vielen Geschäften und einkaufshungrigen Bummlerinnen und Bummler – eine echte Seltenheit in Deutschland. Und dann sind da natürlich noch die rund 20 Millionen Fahrgäste jährlich, die an den Haltestellen zusteigen. Sie alle sehen dabei nicht nur einen Straßenbahnzug, sondern auch die wohl größte rollende Werbefläche Würzburgs. Oder besser gesagt: Werbeflächen. Denn aktuell sind 37 bunt beklebte Wagen im Stadtgebiet unterwegs. So unterschiedlich die Werbebotschaften auch ausfallen – hier sucht man neue Beschäftigte, dort wirbt man für ein neues Produkt oder möchte sich einfach wieder ins Gedächtnis rufen – eines ist ihnen allen gemeinsam: Sie werden nicht weitergeblättert, weggeklickt und man muss dafür auch keine Cookies akzeptieren. Mit anderen Worten: Die „Bewegt-Bilder“ kommen, ganz wie die Strabas selbst, im wahrsten Sinne des Wortes gut an. 

Warum werden Strabas eigentlich beklebt?

Überflüssige Teile der Folie schneidet man passgenau weg. Foto: WVV

Diese Frage beantwortet sich am besten mit einer Gegenfrage: Warum sollte man eine 140 Quadratmeter große, mobile Fläche ungenutzt lassen? Indem die WVV diese „fahrenden Plakatwände“ Unternehmen anbietet, schlägt sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Erstens werden so natürlich Werbeeinnahmen generiert und unterschiedlichste regionale Unternehmen erhalten eine aufmerksamkeitsstarke Bühne; doch die Beklebungen haben noch einen ganz praktischen Vorteil: Sie schützen die darunterliegende Straßenbahnlackierung vor äußeren Einflüssen wie Schmutz, Nässe, Kälte oder Kratzern. Würde man auf die Folie verzichten, würden unsere Strabas weitaus öfter neu lackiert werden – ein enormer Kostenaufwand. Zu guter Letzt sorgen die individuell folierten Fahrzeuge für reichlich optische Abwechslung im Stadtbild.

In einer Woche zum Hingucker: So läuft die Beklebung unserer Strabas ab

Damit so eine Folierung überhaupt stattfinden kann, wird die Bahn „aus dem Verkehr gezogen“ – natürlich nur vorrübergehend. Nach getaner Arbeit bekommen die Fahrgäste die Straba aufgehübscht wieder zurück.

Wer schon einmal – mit mehr oder weniger Freude – seine vier Wände tapeziert hat, dem würde so mancher Handgriff der Beklebe-Profis in der Lackierhalle bekannt vorkommen: Denn auch hier startet alles mit einem möglichst sauberen Untergrund. Dazu wird die bestehende Folie auf der Straba zunächst erwärmt und dann wie eine feuchte Tapete abgezogen. Bevor es nun an die Reinigung geht, entfernt man noch kleinere Elektroteile wie zum Beispiel Blinker, um das anschließende Wiederbekleben zu erleichtern. Nun ist die neutrale und blitzsaubere Bahn bereit für ihr neues „Kleid“. Dieses misst selbstverständlich nicht so viele Meter wie eine ausgewachsene Straba; vielmehr handelt es sich dabei um mehrere kleine Rollen, die – wieder wie beim Tapezieren – mit viel Fingerspitzengefühl auf dem Untergrund befestigt werden. Je nach Folierungsfirma werden diese Rollen entweder hochkant oder quer über die Straba gezogen. Dann noch die Folie glattziehen, überschüssige Teile entfernen, Blinker und Co. wieder befestigen … und schon rollt die frisch aufgehübschte Straba wieder ins Rampenlicht. 

Die feuchte Folie wird in einzelnen Bahnen auf die Straßenbahn geklebt. Foto: WVV

Übrigens: Bei der Straßenbahnbeklebung kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen und das für ihn passende Werbedesign kreieren. Nachdem die Fachabteilung das Design geprüft und freigegeben hat, kann es auch schon losgehen. Denn so kreativ und ansprechend die Werbemotive auch sein mögen, sollen sie trotzdem nicht den Blick auf unsere wunderschöne Stadt verdecken. Deshalb dürfen seit einigen Jahren laut Vorgabe maximal fünf Prozent aller Fensterflächen beklebt werden; und damit auch hier niemand „schwarz sieht“, kommt eine spezielle transparente Fensterlochfolie zum Einsatz. So haben Fahrgäste immer den Durchblick.

„37 bunt beklebte Strabas mit je 140 m² Werbefläche beförden 20 Mio. Fahrgäste und legen 127.750 km im Jahr zurück.“

Durch warme Luft wird die Folie weich und kann so an alle Formen angepasst werden. Foto: WVV

Wer ist die Schönste in der ganzen Stadt?

Soviel steht fest: Die werbenden Unternehmen und ihre Agenturen leisten bei der Gestaltung ihrer Motive regelmäßig tolle Kreativarbeit. So fahren aktuell 37 bunt beklebte Wagen durch Würzburg – eine schöner als die andere. Grund genug für die WVV und ihre stets sorgfältig ausgewählten Werbepartner, regelmäßig den Straba-Award zu vergeben. Alle Würzburgerinnen und Würzburger können dabei ihren persönlichen Favoriten wählen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es voraussichtlich im Frühjahr 2023.

Interessierte Unternehmen, die ihre Werbebotschaft auch gern auf große Tour durch Würzburg schicken möchten, finden unter diesem Link weitere Informationen.

Hier die Beklebung im Video

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