In den vergangenen zehn Jahren wurden mit den Zählgeräten in den Bussen und Straßenbahnen der WVV noch nie so viele Fahrgäste gezählt wie im aktuellen Berichtszeitraum. Damit liegen die vorläufigen Fahrgastzahlen auf Basis der Zählgerätedaten klar über dem langjährigen Durchschnittsniveau vor der Corona-Pandemie, das bei rund 32 Millionen gezählten Fahrgästen pro Jahr lag.
Besonders bemerkenswert ist diese Entwicklung angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen: Denn trotz eines Ersatzfahrerplans mit reduziertem Fahrplan nutzten fast 23 Millionen Fahrgäste das Angebot der Straßenbahn. Das ist gegenüber der Zeit vor der Corona-Pandemie ein kleines Plus von immerhin rund 0,6 Mio. Fahrgästen pro Jahr.
Hintergrund des Ersatzfahrplans ist die notwendige technische Sanierung von Radschwingen an den rund 20 Straßenbahnfahrzeugen des Typs GT-N, die in etwa die Hälfte der Flotte ausmachen und inzwischen rund 30 Jahre alt sind.
Diese Fahrgastzahlen sind ein starkes Signal und ein großartiger Vertrauensbeweis unserer Fahrgäste.
Ralf Willrett, Sprecher der Geschäftsführung der Würzburger Straßenbahn und Geschäftsführer Mobilität der WVV
„Wir bedanken uns für die Treue unserer Fahrgäste“ sagt Bernd Karl, technischer Geschäftsführer der WSB und ergänzt weiter: „Dass wir trotz Ersatzfahrplan bei der Straßenbahn einen Fahrgastrekord erreichen und das Niveau von vor Corona deutlich übertreffen, zeigt, dass unser Angebot überzeugt und sich der tägliche Einsatz der Mitarbeitenden in der Werkstatt für möglichst viele einsatzfähige Fahrzeuge lohnt“.
Konsequente Taktverdichtung sichert Fahrgastzuwachs
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der Busverkehr, der besonders stark zulegen konnte. Hier wurden gegenüber dem Durchschnitt der Jahre vor der Corona-Pandemie rund 2,4 Millionen zusätzliche Fahrgäste gewonnen. Maßgeblich dazu beigetragen haben gezielte Angebotsverbesserungen wie das „Busnetz+“, das wie der „Straba-City-Takt“ aus dem Haushalt der Stadt Würzburg finanziert wird. Zentrale Elemente des Straba-City-Takts wie z. B. der annähernde 5-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Sanderring konnten trotz Ersatzfahrplan aufrechterhalten werden. Die konsequente Vertaktung und Systematisierung unserer Verkehre die mit dem „Busnetz+“ und dem „Straba-City-Takt“ erfolgreich begonnen wurde, soll konsequent fortgesetzt und zu einem „Würzburg-Takt“ ausgebaut werden. Das Ziel ist, mit einheitlichen Linienführungen, leicht merkbaren Abfahrtszeiten und systematischen Anschlüssen noch mehr Fahrgäste für Straßenbahnen und Busse zu gewinnen.
Einsteigen Richtung Zukunft!
So bekommt der ÖPNV Rückenwind. ‚Einsteigen Richtung Zukunft‘ ist für uns nicht nur ein Motto, sondern gelebte Realität
Ralf Willrett, Sprecher der Geschäftsführung der Würzburger Straßenbahn und Geschäftsführer Mobilität der WVV
„Durch die schrittweise Inbetriebnahme der neuen Straßenbahnen der Firma HeiterBlick im Laufe der Jahre 2026 und 2027 erhoffen wir uns weitere positive Impulse für den ÖPNV in Würzburg“ erläutert Bernd Karl. „Ein dichter Takt und verlässliche Verbindungen machen den Unterschied“ so die beiden Geschäftsführer weiter. „Die positive Entwicklung bestätigt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und die Attraktivität des ÖPNV in Würzburg weiter zu steigern“.
Mit dem aktuellen Fahrgastrekord setzt der Würzburger ÖPNV ein klares Zeichen für eine nachhaltige zukunftsfähige Mobilität in der Stadt – ganz nach dem Motto: Einsteigen Richtung Zukunft.