E-Mobilität in Würzburg: Laden an mehr als 400 Ladepunkten

Die Elektromobilität gewinnt in Würzburg weiter an Fahrt: Die WVV Energie betreibt inzwischen mehr als 400 Ladepunkte an weit über 120 Standorten und macht den Umstieg auf das Elektroauto in der Region so bequem wie nie zuvor. Parallel wächst auch bundesweit die Zahl der Stromer – jedes fünfte neu zugelassene Auto in Deutschland fährt bereits rein elektrisch. Damit steigt auch der Bedarf an leistungsfähigen Stromtankstellen.

Dichtes Ladenetz in Stadt und Umland

Zum Jahresbeginn stellt die WVV Energie 405 öffentlich zugängliche Ladepunkte an 118 Standorten in und um Würzburg zur Verfügung. Das sind gut ein Drittel mehr als noch vor einem Jahr. Damit setzt die WVV Energie auf innovative Mobilität in Würzburg und bleibt eine treibende Kraft im Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für elektrisches Fahren. Dass Würzburg hier bundesweit eine Spitzenposition einnimmt, bestätigt auch das aktuelle VDA-Ranking des Verbands der Automobilindustrie: Mit Platz 15 von 399 Städten gehört Würzburg zu den Top-Standorten für Elektromobilität in Deutschland.

Als regionaler Versorger liegt es uns am Herzen, das städtische Klimaziel voranzutreiben. Dazu tragen wir unter anderem durch den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur bei.

Bernd Hammer, Abteilungsleiter Telekommunikation und Verkehrstechnik bei der WVV Energie

Mehr als 38 Schnelllader mit insgesamt 76 Ladepunkten

Neue Standorte entstehen gezielt dort, wo viele Menschen unterwegs sind – etwa an Parkplätzen, Parkhäusern oder Nahversorgungszentren. Eines der jüngsten Beispiele ist ein Ladepark mit drei Schnellladesäulen in der Nähe der Autobahn. Die drei leistungsstarken DC-Ladestationen mit jeweils bis zu 400 Kilowatt (kW) Leistung entstanden auf dem Gelände der Krick Unternehmensfamilie in Eibelstadt. Insgesamt betreibt die WVV Energie inzwischen 93 Standorte mit AC-Ladepunkten (Wechselstrom) und 27 DC-Standorte (Gleichstrom). Mehr als 38 Schnelllader mit insgesamt 76 Ladepunkten sorgen dafür, dass E-Mobilisten/-innen ihr Fahrzeug auch unterwegs zügig wiederaufladen können.

Beim Ausbau legen wir größten Wert darauf, dass wir auch dort bauen, wo der Bedarf auch örtlich bei den Bürgerinnen und Bürgern besteht, deshalb erstellen wir umfangreiche Standortanalysen für Stadt und Landkreis Würzburg. Alle drei Jahre überprüfen wir die Studie und überarbeiten die Planungen anhand neuer Zulassungszahlen oder Reichweiten.

Bernd Hammer, Abteilungsleiter Telekommunikation und Verkehrstechnik bei der WVV Energie

Schneller laden mit Gleichstrom

DC-Ladepunkte haben gegenüber AC-Ladepunkten vor allem Geschwindigkeits- und Effizienzvorteile. Beim DC-Laden wird der Wechselstrom bereits in der Ladesäule in Gleichstrom umgewandelt und direkt in die Fahrzeugbatterie eingespeist, der Onboard-Lader im Auto wird umgangen. Dadurch können leistungsstarke Wandler und große Netzanschlüsse in der Säule genutzt werden, was deutlich höhere Ladeleistungen ermöglicht.

DC-LadepunktAC-Ladepunkt
StromartGleichstromWechselstrom
Ladeleistung50–350 kW möglichmeist 11–22 kW
Ladezeit20-40 Minuten
(je nach Leistung bis 80 Prozent)
Mehrere Stunden

Elektromobilität liegt im Trend

Bundesweit legen E-Autos deutlich zu: Im November 2025 wurden 55.741 reine Batterie-Pkw neu zugelassen, ihr Anteil lag bei gut 22 Prozent und damit fast 60 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden 2025 laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes 545.142 reine E-Autos (BEV) zugelassen – eine Steigerung von mehr als 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist inzwischen fast jeder fünfte neue Pkw in Deutschland ein reines Elektroauto. Auch in Mainfranken zeigt sich dieser Trend: In der Stadt Würzburg waren im August 2025 bereits 8.844 reine Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen, im Landkreis kamen 7.323 hinzu. Für viele Menschen ist das E-Auto damit sichtbarer Teil des Alltagsverkehrs geworden.

Vorbehalte schwinden, Interesse steigt

Laut Energiewendebarometer der staatlichen Förderbank KfW stehen fast die Hälfte der befragten Haushalte (49 Prozent) der Nutzung eines Elektroautos grundsätzlich offen gegenüber. Zehn Prozent besitzen bereits ein Fahrzeug mit Elektroantrieb. Besonders die früher häufig genannten Sorgen rund um Reichweite und Ladezeiten haben in den vergangenen Jahren deutlich an Gewicht verloren. Größtes Hindernis bleibt derzeit der Anschaffungspreis, den 59 Prozent der Befragten als wichtigste Hürde nennen. Hier können Förderprogramme und attraktive Stromtarife helfen, die Gesamtkosten über die Lebensdauer des Fahrzeugs zu senken.

E-Auto-Förderung kommt zurück

Aktuell will die Bundesregierung den Absatz von Elektroautos wieder verstärkt anschieben. Mindestens 3.000 Euro soll der staatliche Zuschuss zum Kauf oder Leasing von reinen E-Autos oder Plug-in-Hybriden betragen. Pro Kind steigt der Betrag um 500 Euro. Die Maximal-Summe liegt bei 4.000 Euro. Die Förderung richtet sich an Privatpersonen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen des gesamten Haushalts von bis zu 80.000 Euro. Pro Kind erhöht sich die Grenze um 5.000 Euro.

Förderübersicht und Angebote der WVV Energie

Wer auf ein E-Auto umsteigen möchte, findet auf der WVV-Webseite einen aktuellen Überblick zu Förderprogrammen und Vorteilen rund um Fahrzeug und Ladeinfrastruktur.

  • Als E-Mobilist/in leisten Sie einen wichtigen Beitrag fürs Klima und helfen aktiv mit, klimaschädliche Treibhausgase zu reduzieren. Dieser Beitrag wird von der Bundesregierung mit der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) belohnt – und das nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr. Sichern Sie sich eine Prämie in Höhe von 255 €. Als WVV Energiekunde/in profitieren Sie sogar von einer Prämie von 275 €.
  • Mit der WVV-Komfortkarte spart man sich zudem nicht nur 10 Prozent der Parkgebühr, sondern kann an allen öffentlichen E-Ladestationen der WVV Energie auch ganz einfach laden und bargeldlos zahlen. Übrigens: WVV Energiekunden/-innen (Strom und/oder Erdgas) profitieren zusätzlich von einem exklusiven Ladetarif und können sich jährlich 260 € Kundenvorteil* sichern! Im deutschlandweiten Vergleich wird WVV Energiekunden/-innen mit der WVV-Komfortkarte mit nur DC 44 Cent pro kWh und AC 36 Cent pro kWh einer der günstigsten Ladepreise angeboten.

Fahrerinnen von E-Autos sind überzeugt

Wer bereits elektrisch fährt, möchte meist nicht mehr zurück: Laut einer aktuellen Elektromobilitätsstudie nutzen 95 Prozent der Befragten ihr E-Auto als Hauptfahrzeug, mehr als ein Viertel besitzt sogar noch einen Stromer als Zweitwagen. Nur noch gut ein Drittel der E-Auto-Besitzerinnen und -besitzer hält zusätzlich einen Verbrenner – ein deutliches Zeichen für das Vertrauen in die Alltagstauglichkeit der Technologie. Viele private E-Mobilistinnen und -Mobilisten legen im Schnitt mehr als 15.000 Kilometer pro Jahr zurück und fahren damit häufiger als vergleichbare Fahrerinnen und Fahrer von Diesel- oder Benzinfahrzeugen. Besonders geschätzt werden die niedrigeren Betriebskosten sowie der Beitrag zum Klimaschutz, den das lokal emissionsfreie Fahren leistet.

Mobilität von morgen schon heute in Würzburg

Wir freuen uns sehr, dass die Elektromobilität auch hier in Würzburg auf so viel Interesse stößt.

Bernd Hammer, Abteilungsleiter Telekommunikation und Verkehrstechnik bei der WVV Energie

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur und attraktiven Angeboten für Privat- und Geschäftskunden treibt die WVV Energie die Verkehrswende in Würzburg aktiv voran – und erleichtert den Menschen in Würzburg und der Region den Umstieg zur klimafreundlichen Mobilität von morgen.

Unsere gute Platzierung im Ranking zeigt: Wer in unserer Stadt auf ein Elektrofahrzeug umsteigen möchte, findet beste Voraussetzungen vor! Darauf können wir als Stadt stolz sein. Dank des Engagements unseres regionalen Versorgers gelingt es uns, das städtische Klimaziel weiter voranzutreiben.

Martin Heilig, Oberbürgermeister Stadt Würzburg

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