Mit EMAS zu mehr Umweltschutz

Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen bei der WVV eine zentrale Rolle. Mit seinen Kraftwerken und der Trinkwassererzeugung richtet sich das Unternehmen teils freiwillig nach den hohen Anforderungen des EU-Umweltmanagementsystems EMAS, das seit 30 Jahren europaweit für höchste Umweltstandards und Transparenz steht. Eine EMAS-Registrierung qualifiziert auch für den Umweltmanagement-Preis. Aktuell bewirbt sich die WVV mit Innovationen im Bereich des Heizkraftwerks an der Friedensbrücke.

Gelebtes Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind für die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV), welche in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum feiert, selbstverständlich. Deshalb unterziehen sich die WVV und etliche Tochterunternehmen seit vielen Jahren den strengen EMAS-Prüfungen durch externe Gutachter. Grundlage sind die jährlichen Umweltwelterklärungen. Für die WVV ist dies ein sichtbares Zeichen für das eigene Nachhaltigkeits-Engagement.

30 Jahre EMAS-Umweltmanagementsystem

Das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) ist das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union. Es wurde vor 30 Jahren (1995) als Nachfolgesystem des Öko-Audit ins Leben gerufen, um Unternehmen beim effizienten Einsatz von Energie und Rohstoffen zu unterstützen. EMAS geht dabei über die Anforderungen internationaler Normen wie ISO 14001 hinaus, etwa durch strengere Berichtspflichten und unabhängige Überprüfung.

Icon "30 Jahre EMAS" mit zwei grünen Blättern

Wer EMAS implementiert, findet Schwachstellen im Betrieb, reduziert Abfall, vermeidet Emissionen und spart Kosten. Weil unabhängig geprüft wird, entsteht Rechtssicherheit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden aktiv eingebunden. Damit fühlen sie sich dem Unternehmen stärker verbunden. Das System schafft eine solide Basis für Nachhaltigkeit und Innovationskraft.

Zahlreiche Tochterunternehmen der WVV zertifiziert

So schafft EMAS ein wirkungsvolles Umweltmanagement. Das europäische Umweltmanagement begleitet die Stadtwerke Würzburg AG (STW), das Müllheizkraftwerk (MHKW), das Heizkraftwerk (HKW) und später auch die Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH (TWV) zum Teil seit über zwei Jahrzehnten. Zuletzt erhielt die Wassergewinnung Würzburg-Estenfeld (WW-E) die Rezertifizierung.

Überreichung der Urkunde durch den stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lukas Kagerbauer an die beiden Vorstände der Stadtwerke Würzburg AG (STW), Dörte Schulte-Derne und Armin Lewetz
Überreichung der Urkunde durch den stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Lukas Kagerbauer an die beiden Vorstände der Stadtwerke Würzburg AG (STW), Dörte Schulte-Derne und Armin Lewetz. // Archivbild: WVV (2023)

EMAS verbessert Lebensqualität in Würzburg

EMAS wirkt über die Unternehmen hinaus. Nicht nur der Betrieb, sondern auch Partner, Lieferanten und sogar Privatpersonen profitieren von neuen Ideen für mehr Nachhaltigkeit. Die umgesetzten Maßnahmen – etwa weniger Schadstoffe, geringerer Energieverbrauch und nachhaltiger Ressourceneinsatz – verbessern die Lebensqualität vor Ort. Weil rechtlich geprüfte Umwelterklärungen öffentlich sind, können sich Würzburgerinnen und Würzburger jederzeit informieren. Das stärkt das Vertrauen zwischen Betrieb und Nachbarschaft.

WVV bewirbt sich um den Umweltmanagement-Preis

Eine EMAS-Registrierung ist auch Voraussetzung für den renommierten Umweltmanagement-Preis der Bundesumweltministerien von Deutschland und Österreich. Die WVV hat sich aktuell mit einer Innovation am Heizkraftwerk an der Friedensbrücke in den Kategorien „Beste Maßnahme zur Verbesserung der Umweltleistung“ beworben.

Grafik mit Trophäe und Aufschrift "Umweltmanagementpreis 2025"

Mit der Modernisierung wurde das Heizkraftwerk technisch und energetisch umfassend weiterentwickelt. Zentrale Komponente der Maßnahme ist der neu installierte Wärmespeicher, ergänzt durch eine moderne Dampfturbine. Damit kann das Heizkraftwerk nicht nur effizienter betrieben werden, sondern auch wesentlich flexibler: Strom- und Wärmeerzeugung lassen sich voneinander entkoppeln und besser an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Das entlastet die Netze, senkt Emissionen und ermöglicht es, mehr grüne Wärme aus dem Müllheizkraftwerk in das Fernwärmesystem einzubinden. Durch die neue Anlagentechnik trägt das Heizkraftwerk auch zur Stabilisierung des Stromnetzes bei: Es hilft dabei, kurzfristige Schwankungen im Stromangebot auszugleichen und hält die Spannung im Netz stabil – eine wichtige Voraussetzung, damit Strom aus Wind- und Solaranlagen zuverlässig genutzt werden kann. So entsteht ein spürbarer Nutzen für Umwelt und Klima, der über den Standort hinausreicht und zur nachhaltigen und zukunftssicheren Energieversorgung in Würzburg beiträgt.

Foto vom Heizkraftwerk an der Friedensbrücke, Perspektive von Seiten der Hafentreppen
Im Jahr 1954 als Kohlekraftwerk errichtet, spielt das Heizkraftwerk an der Friedensbrücke heute, nach 70 Jahren, mehr denn je eine elementare Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität in Würzburg. Pünktlich zum Jubiläum konnte im November 2024 schließlich auch die Speicherfassadenverkleidung angebracht werden – die Modernisierung ist somit offiziell abgeschlossen. // Foto: Brückner & Brückner Architekten

Einsendeschluss zum Umweltpreis 2025 war Ende Juni. Eine internationale Fachjury wählt nun drei Unternehmen pro Kategorie und Land aus, die mit einem Preis ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung steigt im Rahmen der Umweltmanagementkonferenz am 13. November dieses Jahres in Berlin.

Weiterführendes Infomaterial rund um EMAS

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