Es ist dies eine Lebensphase, die gewaltige Veränderungen und prägende Ereignisse mit sich bringt: die Pubertät, der allmähliche Aufbau einer eigenen Identität, der Schulabschluss, die Lösung vom Elternhaus, der „Aufbruch zu neuen Ufern“. Dies alles stellt enorme Herausforderungen dar. Deshalb haben die Vereinten Nationen (UN) im Jahr 1985 den „International Youth Day“ als Aktionstag ausgerufen, der immer am 12. August weltweit begangen wird und an die große Bedeutung dieser Lebensphase erinnern soll.
Ein neues Angebot: die Ausbildungstage
„Die Jugend hat Heimweh nach der Zukunft“, hat der französische Philosoph Jean-Paul Sartre einmal gesagt. Und um die eigene Zukunft geht es in besonderem Maße bei der Wahl des Berufsweges. Auch wenn heute immer weniger Menschen von der Erstausbildung bis zur Rente im gleichen Beruf oder gar beim gleichen Arbeitgeber bleiben, ist die erste Berufswahl noch immer eine wichtige Weichenstellung. Dabei ist vielen Jugendlichen zunächst unklar, wohin die „berufliche Reise“ gehen soll, weil sie die Arbeitswelt und die zahlreichen Berufsfelder noch gar nicht kennen.
Vielen Jugendlichen ist noch nicht klar, wohin die „berufliche Reise“ gehen soll. Hier schließt das neue Angebot eine Lücke
Genau hier setzt ein in diesem Jahr neu eingeführtes Angebot der WVV an: die Ausbildungstage. „Allein im Bereich des WVV-Konzerns haben wir elf verschiedene Ausbildungsberufe“, erzählt Michael Schug, der als Personalreferent bei der WVV für das neue Programm verantwortlich ist. „Normalerweise ist ein einwöchiges Praktikum bei uns eine gute Gelegenheit, um in einen Beruf hineinzuschnuppern. Aber wenn jemand noch gar keine Vorstellung hat, was er oder sie beruflich machen möchte, ist dieser Weg nicht optimal. Man kann schließlich keine elf verschiedenen Praktika machen, bis man weiß, was einem liegt und was nicht“, lacht er.
Genau hier sollen die Ausbildungstage eine Lücke schließen: Sie richten sich gezielt an junge Leute in der Endphase ihres Schulbesuchs, die noch keine konkreten Vorstellungen zu ihrem Berufsweg haben. Diese können im Rahmen des einwöchigen Programms alle elf Ausbildungsberufe der WVV in komprimierter Form kennenlernen. So erstmals geschehen in der Woche nach Pfingsten 2026, in der elf junge Menschen das Angebot wahrgenommen haben. Um echte Orientierung zu bieten, anstatt „blutleere“ Vorträge, ist das Programm bewusst praxisnah gestaltet: „Die jungen Leute sollen die Möglichkeit haben, selbst etwas auszuprobieren, denn nur so bleibt im Gedächtnis, was den jeweiligen Ausbildungsberuf ausmacht,“ ist Personalreferent Schug überzeugt. „Deshalb fanden die Einführungen auch jeweils dort statt, wo die entsprechenden Berufe bei uns angesiedelt sind.“ So lernten die jungen Leute zum Beispiel den Beruf der „Fachkraft für den Bäderbetrieb“ im „Nautiland“ kennen und die Tätigkeiten einer „Fachkraft für den Fahrbetrieb“ auf dem Werksgelände der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB). Für die verschiedenen gewerblichen Ausbildungen begab man sich in die Ausbildungswerkstatt der WVV. Und die Aufgaben von Kaufleuten für Dialogmarketing wurden im Kundenzentrum in der Domstraße vorgestellt, wo man zum Beispiel auch an der Simulation eines Kundengesprächs teilnehmen konnte.
Schon während der Veranstaltung kamen aus dem Kreis der Teilnehmenden die ersten Anfragen, wo man sich bewerben könne – obwohl die entsprechenden Ausschreibungen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht veröffentlicht waren. Offenkundig ist das Format also für diese Zielgruppe gut geeignet und soll daher auch im kommenden Jahr in leicht überarbeiteter Form wieder angeboten werden.
Ausbildung bei der WVV: Das Beispiel „Kaufleute für Dialogmarketing“
Über das Stadium der ersten Orientierung sind die vielen aktuellen Auszubildenden der WVV in den erwähnten elf Ausbildungsberufen natürlich längst hinaus. So etwa Dominic Lorenzo, der seit September 2024 den Beruf des Kaufmanns für Dialogmarketing erlernt und bald sein drittes und letztes Lehrjahr beginnt. „Ich wollte auf jeden Fall etwas Kaufmännisches machen und habe gern Kontakt zu Menschen“, erzählt Dominic. „Ein reiner Bürojob wäre insofern nicht das Richtige für mich gewesen.“ Seine Mutter machte ihn auf die WVV aufmerksam, weil sie mitbekommen hatte, dass sich die WVV gut um ihre Auszubildenden kümmert. Und das Berufsbild der Dialogkaufleute, das er bis dahin noch gar nicht kannte, sprach ihn sofort an.
Denn der Beruf „Kaufleute für Dialogmarketing (m/w/d)“ ist ausgesprochen abwechslungsreich: Man betreut Kunden und Kundinnen schriftlich, telefonisch oder persönlich vor Ort im Kundenzentrum. Um all das leisten zu können, muss man sich mit den vielfältigen Angeboten des WVV-Konzerns auf seinen verschiedenen Tätigkeitsfeldern gut auskennen – ob es um Strom, Gas, Wasser, Fernwärme oder den öffentlichen Nahverkehr geht. Entsprechend vielseitig gestaltet sich die dreijährige Ausbildungszeit. Michael Schug, der als Personalreferent auch für den organisatorischen Teil der Ausbildung der Dialogkaufleute zuständig ist, bringt es so auf den Punkt: „Das Coole an dieser Ausbildung ist, dass man im gesamten Konzern herumkommt, sich mit zahlreichen Kolleginnen und Kollegen bekannt machen und die unterschiedlichsten Facetten unseres Konzerns kennenlernen kann“ schwärmt er. „Das Spektrum reicht von der Finanzabteilung und dem IT-Bereich bis hin zum Graben auf einer Baustelle der Mainfranken Netze GmbH. Und gleichzeitig ist man nach den drei Jahren zum Profi im Kundenservice gereift.“ Neben der formalen Voraussetzung der „mittleren Reife“ (idealerweise im kaufmännischen Bereich) mit einer guten Note in Deutsch sollte man für diese Ausbildung Eigenschaften wie Einfühlungsvermögen, kommunikative Fähigkeiten, ein sicheres Auftreten und die Freude am Umgang mit Menschen mitbringen.
Zufriedenheit durch Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse
Genau das hat auch Dominic Lorenzo Calvin an diesem Beruf besonders gereizt: der starke Kundenbezug, der persönliche Kontakt zu den Menschen: „Vor allem der direkte Kundenkontakt im Kundenzentrum ist für mich immer ein kleines Highlight“, erzählt er. „Es ist einfach was anderes, ob man mit jemandem nur am Telefon oder gar schriftlich kommuniziert, oder ob man einen Menschen persönlich vor sich hat.“ Was Dominic außerdem sehr schätzt an seiner Ausbildungsstelle bei der WVV: Dass man zum einen schon frühzeitig als vollwertiger Mitarbeiter anerkannt wird und selbstständig arbeiten darf. Und dass man zum anderen auf seine spezifischen Bedürfnisse eingeht. „Ich bin zum Beispiel ein Mensch, der eine klare Struktur braucht und einen erkennbaren Plan vor Augen haben muss. In dieser Hinsicht fühlte ich mich zu Beginn meiner Ausbildung noch nicht optimal versorgt“, gibt er ohne Umschweife zu. „Als ich diesen Wunsch dann aber geäußert habe, ging man sofort darauf ein, und Michael Schug hat gemeinsam mit mir ein passendes Modell erarbeitet.“ So gibt es nun regelmäßige Gespräche zur Bestandsaufnahme und zum Feedback sowohl mit dem organisatorisch für ihn zuständigen Personalreferenten als auch mit seinen beiden Ansprechpersonen auf der fachlichen Ebene. „Dadurch habe ich jetzt immer einen guten Überblick, wo ich ausbildungsmäßig stehe, welche Schritte der Einarbeitung bereits absolviert sind und welche als nächstes anstehen.“
Folgerichtig hat Dominic Lorenzo nach eigener Aussage bislang weder die Entscheidung für die Ausbildung zum Dialogkaufmann noch jene für den Ausbildungsbetrieb WVV bereut. „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Weg, den ich eingeschlagen habe. Wenn ich irgendwann keine Lust mehr darauf gehabt hätte, wäre ich ja auch nicht mehr hier. Denn die Möglichkeit, abzubrechen und etwas anderes zu machen, besteht ja immer“, schmunzelt er.
Ausbildungschancen zuhauf: Die WVV hat einiges zu bieten
Wie schon erwähnt bietet die WVV elf verschiedene Ausbildungsberufe an (jeweils in den Varianten m/w/d zu verstehen): Im kaufmännischen Bereich gibt es neben der beschriebenen Ausbildung zu Kaufleuten für Dialogmarketing noch die zu Industriekaufleuten. Im technischen und elektronischen Bereich liegen die Anlagenmechaniker, die Mechatroniker und die KFZ-Mechatroniker, die Geomatiker sowie die Elektroniker für Betriebstechnik. Im IT-Bereich sind die Fachinformatiker für Systemintegration und die Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung zuhause. Und schließlich gibt es noch die Fachkräfte im Fahrbetrieb und die Fachangestellten für Bäderbetriebe. Bei dieser breiten Auswahl dürfte für viele junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, etwas Passendes dabei sein.
Die WVV freut sich jedenfalls übe jede Bewerbung. Wobei Personalreferent Michael Schug noch einen besonderen Tipp bereithält, der die Erfolgsaussichten einer Bewerbung erhöhen könnte: „Natürlich sind für uns bei der Prüfung einer Bewerbung die formalen Qualifikationen – wie in einigen Ausbildungen beispielsweise die mittlere Reife – ebenso wichtig wie ein aussagekräftiger Lebenslauf“, erläutert er. „Aber ich persönlich lese auch sehr viel aus dem Anschreiben heraus. Man sieht daran, ob sich jemand ein wenig mit unserem Unternehmen und mit dem angestrebten Beruf beschäftigt hat, was ihn oder sie dazu bewogen hat, sich bei uns zu bewerben. Wenn sich jemand bei der Bewerbungsmappe richtig Mühe gegeben hat und nicht nur einen Lebenslauf schickt oder vielleicht noch ein offenkundig von einer KI angefertigtes Schreiben mit lauter Standardfloskeln beifügt, dann fällt uns das positiv auf und macht uns die Auswahl leichter.“
Und darum muss es ja bei einer Bewerbung gehen: Positiv auf sich aufmerksam zu machen. Denn ein Ausbildungsplatz bei der WVV bietet die Chance, eine fundierte Berufsausbildung bei einem der bekanntesten Unternehmen der Region zu erhalten, das über eine jahrzehntelange Erfahrung in der Ausbildung junger Menschen verfügt und dieser Aufgabe einen äußerst hohen Stellenwert beimisst. Auch die weiteren Vorteile einer Ausbildung bei der WVV – die von einer sorgfältigen Einführung inklusive einer mehrtägigen Seminar- und Kennenlernfahrt über eine Ausbildungsvergütung nach Tarifvertrag TVAöD bis hin zum kostenfreien Deutschlandticket für die komplette Ausbildungszeit reichen – können sich sehen lassen.
Worauf also noch warten? Wer sich für eine Ausbildung bei der WVV interessiert, findet alle nötigen Informationen und die aktuellen Ausschreibungen hier.