Die nun erreichte 20‑Prozent‑Quote belegt, dass der gesetzliche Auftrag durch die MFN seit 2020 erfolgreich umgesetzt wird. Innerhalb der vergangenen Jahre wurden tausende Zählpunkte umgerüstet – unter Einhaltung hoher Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und technische Zuverlässigkeit.
Was sind Intelligente Messsysteme?
Intelligente Messsysteme sind elektronische Zähler, die den Stromverbrauch des gesamten Haushalts messen und mit einem Smart Meter Gateway (Kommunikationsmodul) verbunden sind. Dieses gibt die Daten automatisch an den Messstellenbetreiber weiter und dient als Grundlage für die Stromabrechnung. Intelligente Messsysteme können Signale sowohl empfangen als auch senden. Zum Gelingen der Energiewende ist es unverzichtbar, dass sowohl über den Verbrauch als auch über die Erzeugung von Energie verlässliche „Viertelstündliche Ist-Daten“ vorliegen.
Gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen dezentralen Erzeugungsanlagen, die erneuerbaren Energien wie Sonnen- oder Windkraft nutzen, sind diese Daten unerlässlich und spielen im deutschen Energieversorgungssystem eine immer wichtigere Rolle. Das Messstellenbetriebsgesetz verpflichtet grundzuständige Messstellenbetreiber, insbesondere bei größeren Stromverbrauchern sowie bei Anlagen mit Erzeugung erneuerbarer Energien, intelligente Messsysteme zu verbauen. Ziel ist es, mehr Transparenz über den Energieverbrauch zu schaffen und die Netze fit für die Anforderungen der Energiewende zu machen.
Vorteile für Kundinnen und Kunden
Intelligente Messsysteme bieten zahlreiche Vorteile für Endkundinnen und Endkunden. Sie ermöglichen eine detaillierte Übersicht über den eigenen Stromverbrauch und schaffen damit die Grundlage für ein bewussteres Energiemanagement. Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren zudem von flexiblen Tarifen, die Anreize für einen netzdienlichen Energieverbrauch setzen. Gerade vor dem Hintergrund steigender Einspeisung aus Photovoltaik und Windanlagen leisten die sogenannten ‚Smart Meter‘ damit einen wichtigen Beitrag zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Stromnetz.
Jürgen Untch, Abteilungsleiter Messtellenmanagement bei der MFN
Dem Netzbetreiber Mainfranken Netze GmbH helfen die gewonnenen Messdaten, Lastflüsse besser zu prognostizieren, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Netze effizienter zu betreiben. Vor allem in Regionen mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien ist das von großer Bedeutung.
Ausblick: Rollout wird fortgesetzt
Mit dem Erreichen der 20 Prozent Marke ist der Smart Meter Rollout jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Auch in den kommenden Jahren werden in Würzburg weitere Zählpunkte mit intelligenter Messtechnik ausgestattet. 2032 soll die Quote an intelligenten Messsystemen sowie modernen Messeinrichtungen in Würzburg 90 Prozent betragen. Intelligente Messsysteme sind kein Zukunftsthema mehr – sie sind inzwischen ein fester Bestandteil der modernen Energieversorgung -das macht der bisherige Fortschritt in Würzburg deutlich.