Auch in diesem Jahr gibt es in Würzburg wieder einige Sommerbaustellen, die dazu beitragen die Infrastruktur zu modernisieren, die Lebensqualität zu verbessern und die Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Ab Samstag, den 19. Juli 2025 bis zum Ende der Sommerferien, d.h. bis einschließlich Montag, den 15. September 2025 finden in Würzburg verschiedene Sommerbaustellen statt.
Neue Gleise am Betriebshof Sanderau
Nach über 45 Jahren werden die Gleise vor dem Betriebshof Sanderau komplett ausgetauscht – inklusive Weichensteuerung und allen technischen Komponenten. Als Eingangstor für alle Straßenbahnen in den Betriebshof ist dieses Gleisdreieck nun an seiner Verschleißgrenze angelangt und wird deshalb erneuert. In diesem Zuge wird auch die Verkehrsführung optimiert. Die Haltestelle „Fechenbachstraße“ stadteinwärts wird verbreitert und weiter nach außen versetzt. Die Haltestelle „Fechenbachstraße“ stadtauswärts, die bereits barrierefrei ausgebaut ist, wird verschmälert, sodass die Fahrbahn insgesamt breiter werden kann. So kann stadtauswärts die Ampelschaltung entfallen, was die Verkehrsführung enorm verbessert.
Die Bauarbeiten für die Verlegung der neuen Gleise am Straßenbahn-Betriebshof in der Sanderau erfolgen in zwei Phasen:
- Ab Samstag, den 19. Juli 2025 bis Donnerstag, den 31. Juli 2025 entfällt die Straßenbahn-Haltestelle „Königsberger Straße“. Die Straßenbahnen der Linie 4 starten und enden an der Haltestelle „Fechenbachstraße“. Die Bus-Haltestelle „Königsberger Straße“ ist davon nicht betroffen.
- Ab Freitag, den 1. August 2025 bis Montag, den 15. September 2025 gilt dann für die Straßenbahnlinie 4 ein Baustellen-Fahrplan mit Schienenersatzverkehr. Der Stadtteil Sanderau kann in dieser Zeit nicht mit der Straßenbahn angefahren werden. Deshalb werden ab der Haltestelle „Sanderring“ Schienenersatzverkehr-Busse (kurz: SEV) eingesetzt. Der barrierefreie Umstieg zwischen Straßenbahn und Bus ist an der regulären Bushaltestelle am Sanderring möglich. Die Straßenbahnen der Linie 4 fahren ab „Sanderring“ weiter über die Löwenbrücke bis zum Dallenbergbad und wenden dort. Die Haltestelle „Fechenbachstraße“ entfällt in dieser Bauphase in beide Richtungen. Stattdessen können als Alternative die Haltestelle „Conradistraße“ oder „Königsberger Straße“ genutzt werden.
Kanalbauarbeiten in der Reuterstraße
Ab Montag, 21.07.25 bis Montag, 15.09.2025 führt der Entwässerungsbetrieb Kanalbauarbeiten in der Reuterstraße durch. Deshalb werden die Buslinien 16, 33, 34, 94, 98 und die Schulbusse umgeleitet. Da die Bus-Haltestelle „Reuterstraße“ durch die Baumaßnahmen teilweise gesperrt ist, halten die Busse je nach Fahrtrichtung an der Ersatz-Haltestelle „Reuterstraße HEM“, „Reuterstraße St. Paul“ oder an der regulären Haltestelle „Reuterstraße Bus“. Die Straßenbahn-Haltestelle ist nicht betroffen, die Straßenbahnen der Linie 5 können also regulär fahren.
Die Busse fahren an folgenden Haltestellen ab:
- Haltestelle „Reuterstraße“ Bus: Linie 16 Richtung Heidingsfeld (auswärts) Langfahrten, Linie 94 Richtung Rottenbauer
- Ersatzhaltestelle „Reuterstraße HEM“: Linie 16 Richtung Stadt (einwärts) Langfahrten, Linie 94 Richtung Innenstadt
- Ersatzhaltestelle „Reuterstraße St. Paul“: Linie 16 Richtung Stadt (einwärts) Langfahrten, Linie 16 Richtung Lehmgrube Kurzfahrten, Linie 16 Richtung Winterhäuser Straße Kurzfahrten, Linie 33 (Ein- und Ausstieg), Linie 34 (Ein- und Ausstieg), Linie 98, Schulfahrten
Unterbrechung der Fernwärmeversorgung am 23. Juli
Ab Mittwoch, den 23. Juli 2025 finden an der Heizwasserleitung am Röntgenring Einbindearbeiten statt. Aufgrund dieser Arbeiten ist von Mittwoch, den 23. Juli 2025 ab ca. 0 Uhr für 24 Stunden die Fernwärmeversorgung unterbrochen. In dieser Zeit stehen kein Heizungsbetrieb und kein Warmwasser zur Verfügung. Von der Versorgungsunterbrechung sind 290 Heizwasseranschlüsse in der Alt-/Innenstadt betroffen, mit Ausnahme Bismarckstraße, Rotkreuzstraße, Schönleinstraße und Bahnhofplatz.
Betroffene Straßenzüge: Bahnhofplatz, Bahnhofstraße, Barbarossaplatz, Berliner Platz, Bibrastraße, Bohnesmühlgasse, Bronnbachergasse, Domerpfarrgasse, Dominikanergasse, Domstraße, Eichhornstraße, Eichstraße, Handgasse, Haugerkirchgasse, Haugerpfarrgasse, Heinestraße, Herrnstraße, Herzogenstraße, Hofstraße, Huebergasse, Ingolstadter Hof, Juliuspromenade, Kaiserstraße, Kapuzinerstraße, Kardinal-Döpfner-Platz, Kartause, Klinikstraße, Koellikerstraße, Kroatengasse, Kürschnerhof, Ludwigstraße, Marcusstraße, Marktgasse, Marktplatz, Martinstraße, Maxstraße, Neutorstraße, Oberthürstraße, Oeggstraße, Otto-Wels-Straße, Plattnerstraße, Reisgrubengasse, Rennweger Ring, Röntgenring, Rüdigerstraße, Schmalzmarkt, Schönbornstraße, Semmelstraße, Spiegelstraße, Sterngasse, Textorstraße, Theaterplatz, Theaterstraße, Theresienstraße, Wallgasse, Wilhelmstraße, Wolframstraße.
Erfolgreiche Baumaßnahme in der Schönbornstraße
Ab Mitte Mai bis Anfang Juli wurde in der Schönbornstraße auf einer Länge von 125 Metern die Trinkwasserleitung aus dem Jahre 1951 saniert und erneuert. Dazu wurden Auflegeweichen verlegt, um die Durchführung des Straßenbahnverkehrs weiter zu gewährleisten. Die Baumaßnahme wurde pünktlich zum Kiliani-Festzug erfolgreich abgeschlossen.
Die Anbindegrube der alten Trinkwasserleitung im Bereich zwischen der Bronnbachergasse und der Maulhardgasse lag unmittelbar an der Gleisanlage der Straßenbahn. Daher war es notwendig, zwischen der Bronnbachergasse und der Maulhardgasse den Verkehr der Straßenbahn für die Zeit der Einbindung der Leitung eingleisig über Auflegeweichen zu führen. Hier kümmerte sich die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) um die Verlegung der Gleise und die Umleitung der Straßenbahnen. Damit konnte der Straßenbahnverkehr trotz der Baumaßnahme aufrechterhalten werden.
Aus Synergiegründen beteiligten sich auch weitere Sparten der WVV an dieser Baumaßnahme. So nutzte auch die Mainfranken Netze GmbH (MFN) im gleichen Baufeld die Möglichkeit, um die Pumpenkondensatleitung der Fernwärme zu sanieren. Neben der alten Wasserleitung, welche nun erneuert wurde, lag eine ebenfalls 1951 gebaute Gasleitung. Die alte Gasleitung wurde durch den Einzug eines neuen Rohres für die Fernwärme umgewidmet. An einigen kleinen Baugruben, auch Kopflöcher genannt, beteiligte sich auch die MFN-Sparte Strom und erneuerte in die Jahre gekommene Leitungen. Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Firmen und Behörden funktionierte dabei reibungslos.
Aktuell finden noch Restarbeiten bzw. Asphaltier- und Pflasterarbeiten statt. In diesem Zuge werden auch noch Strom- und die Pumpenkondensatleitung erneuert bzw. an den Bestand angebunden. Durch den Einzug eines Inliners in die Wasserbestandsleitung und eine Pumpenkondensatleitung in die alte Gasleitung konnte eine Bauzeitenverkürzung von fast zwei Monaten erreicht werden.