Eine Erfolgsgeschichte seit 50 Jahren

Im November des letzten Jahres feierte die Würzburger Hafen GmbH (WHG) ihr 50-jähriges Bestehen. Aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen wurden 1969 die städtischen „Hafen- und Lagerhausbetriebe“ in die „Würzburger Hafen GmbH“ umgegründet und gleichzeitig in den Organkreis der WVV eingegliedert. Bis Mitte der siebziger Jahre hatte sich der Hafen zum größten geschlossenen Industrieareal Würzburgs entwickelt.

Der neue Hafen im Jahr 1970, Foto: WVV Archiv

Die WHG führt die Entwicklung des Würzburger Hafenareals mit Altem Hafen, Neuem Hafen, Flusshafen und Mainlände kontinuierlich weiter, vermietet und verpachtet Grundstücke sowie Immobilien und stellt hafenspezifische Infrastruktur zur Verfügung. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Ansiedelung von Betrieben und leistet einen wichtigen Beitrag für die positive Entwicklung der regionalen und überregionalen Wirtschaft.
Mit zusammen 81 Hektar Fläche im Flusshafen und im Neuen Hafen bildet die Würzburger Hafen GmbH das größte Sondergebiet in Würzburg. Die Einbindung in die Verkehrsachse Nordsee – Schwarzes Meer sowie die Lage an Deutschlands wichtigstem Bahnknotenpunkt machen das Hafenareal zu einem der bedeutendsten Güterverkehrszentren in Unterfranken.

Der Schiffsgüterumschlag erfolgt mittlerweile ausschließlich im Neuen Hafen und im Flusshafen. Dort stehen für die Industrie rund 2.700 Meter Umschlagufer zur Verfügung. Ein rund 12 Kilometer langes Gleisnetz mit Anschluss an die Deutsche Bahn schafft optimale Voraussetzungen für einen reibungslosen Güterumschlag zwischen Schiff, Bahn und LKW. Auf dem Hafenareal hat sich eine Vielzahl an Branchen mit unterschiedlichen Anforderungen an Infrastruktur angesiedelt.

Der Alte Hafen mit rund fünf Hektar Fläche wird heute vor allem von Flusskreuzfahrtschiffen und Sportbooten als Anlegestelle genutzt. Im denkmalgeschützten ehemaligen Speichergebäude hat sich das Museum „Kulturspeicher“ etabliert. Und die preisgekrönte Neugestaltung des Heizkraftwerks liefert eine prächtige Kulisse für Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Hafensommer.

Blick in den alten Hafen bei Nacht, Foto: WVV

Vermietung und Verpachtung von Gewerbegrundstücken/Immobilien

Durch seine zentrale Lage in der Mitte Deutschlands ist der Würzburger Hafen logistisch hervorragend über Wasser, Schiene sowie Straße angebunden und somit ein idealer Gewerbestandort. Die WHG unterstützt die Ansiedelung von Unternehmen, indem sie Immobilien und Grundstücke mietweise oder im Erbbaurecht zur Verfügung stellt.Ein großer Teil des Umsatzes stammt aus den Vermietungen oder Verpachtungen dieser Gewerbeflächen.

Schiffs- und Bahngüterumschlag

Mit der Einbindung der Würzburger Häfen in die Verkehrsachse Nordsee – Schwarzes Meer ist ein Anschluss an alle europäischen Seehäfen gewährleistet. Die hauptsächlich umgeschlagenen Güter stammen mit rund 80 Prozent aus dem Mineralölbereich. Für die Schifffahrt bedeutend ist auch der Sektor Agrarhandel mit land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen, Nahrungs- und Futtermitteln sowie Düngemitteln und Baustoffe. Im Jahr 2018 betrug der Schiffsgüterumschlag rund 192.000 Tonnen mit 436 Schiffen.

Der Gesamtumschlag im Würzburger Hafen verteilt sich mittlerweile im Verhältnis 4 zu 1 auf die Eisenbahn und die Binnenschifffahrt. Im vergangenen Jahr wurden 859.000 Tonnen Güter mit 13.503 Waggonbewegungen durch die Hafenbahn umgeschlagen.
Jährlich werden also in Würzburg insgesamt über eine Million Tonnen Güter im Schiffs- und Bahnverkehr umgeschlagen. Dabei ist das Geschäftsfeld Güterumschlag stark von der aktuellen Marktlage abhängig. Unter den bayerischen Häfen rangiert Würzburg bezogen auf den Gesamtumschlag damit an dritter Stelle von 14 Häfen, hinter Nürnberg und Regensburg.

Personenschifffahrt und Sportbootanlegestelle

Würzburg profitiert vom Trend der Flusskreuzfahrten und wird gerne als touristisches Ziel für den Landgang genutzt. Die attraktiven Anlegestellen an der Mainlände mit Blick auf die Festung Marienberg sowie der Nähe zum Stadtzentrum mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Residenz gelten als Höhepunkte der Kreuzfahrten auf dem Main und machen den Würzburger Hafen zu einem wichtigen Faktor für den Tourismus der Stadt. Gegenwärtig verzeichnet die WHG jährlich rund 1.000 Anlegungen von Fahrgastkabinenschiffen. Im Jahr 2018 legte das 10.000ste Fahrgastkabinenschiff in Würzburg an. Die Sportbootanlegestelle an der Mainlände weist ebenfalls ein kontinuierliches Wachstum auf, so wurden im Jahr 2018 89 Anlegungen mit Übernachtungen von Sportbooten erfasst.

Hafenspezifische Dienstleistungen und Produkte

Die professionelle und umweltschonende Versorgung von Flusskreuzfahrtschiffen gehört ebenfalls zum umfangreichen Dienstleistungsportfolio der Würzburger Hafen GmbH. Mit dem Energieterminal bietet sich eine innovative und zukunftsorientierte Lösung, mit der sich Schiffe von Land aus zuverlässig mit Strom und frischem Wasser versorgen können.
Die Würzburger Hafen GmbH selbst verfügt über sechs Terminals für Strom und Wasser an der Mainlände und im Alten Hafen. Aber das von ihr in Kooperation mit der Stadtwerke Würzburg AG entwickelte Terminal „made in Würzburg“ vertreibt sie auch erfolgreich überregional. Bisher wurden schon über 65 Versorgungsanlagen, verteilt auf die wichtigsten Wasserstraßen Europas, installiert. Unter anderem konnten Terminals nach Cochem, Karlstadt, Luxemburg, Mannheim, Nürnberg, Ochsenfurt, Passau, Saarburg, Schweinfurt, Speyer, Vilshofen und Wertheim verkauft werden.

„Wenn es um das Thema Stromversorgung in der Binnenschifffahrt geht, gehören die STW bzw. die WHG zu den Top-Adressen, was die Erfahrung und das Know-how betrifft.“

Christoph Kreuzinger, WVV


Im Jahr 2018 konnten durch die landseitige Stromversorgung mit Ökostrom 950.000 kWh an die Schiffe verkauft und damit rund 348 Tonnen CO²-Emissionen für Würzburg eingespart werden.

Das WVV- Energieterminal ist überregional erfolgreich

Weitere hafenspezifische Dienstleistungen

Neben der erfolgreichen Vermarktung und dem Betrieb von Energieterminals bietet die WHG ihren Kunden ein vielseitiges hafenspezifisches Dienstleistungsportfolio an kaufmännischem und technischem Know-how an. Dies beinhaltet als „Rundum-sorglos-Paket“ beispielsweise das Liegestellenmanagement, die Verbrauchsabrechnung und Überwachung der Stromanschlusspflicht sowie die technische Wartung und Reparaturen. Aktuell betreut das Hafen-Team mit unserer Terminal-Software und der Technik von Würzburg aus die Terminals in Wertheim, Ochsenfurt, Karlstadt und Vilshofen. Diese sind auf unsere Leitstelle vor Ort „aufgeschaltet“.

Blick in die Zukunft

Der Weg ins nächste Jahrtausend ist für den Würzburger Hafen von einer kundenorientierten Betriebsführung und der bedarfsgerechten Modernisierung und Ausbau der Infrastruktur gekennzeichnet. Alle Voraussetzungen für eine effiziente Umschlag- und Logistiktätigkeit in der Vernetzung der drei Verkehrsträger Binnenschifffahrt, LKW und Bahn sind so durch die Würzburger Hafen GmbH optimal gewährleistet.

Durch den Einsatz und die steigenden Verkaufszahlen ihres Energieterminals leistet die WHG auch zukünftig einen wesentlichen Beitrag zu einem verantwortungsbewussten und ökologischen Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit. Geplant ist zudem das Dienstleistungsgeschäft für Anlegestellenbetreiber weiter sukzessive auszubauen.

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